7 Fastenarten für ein Halleluja und ein dickes Dankeschön!!




Wie angekündigt möchte ich euch heute die gängisten Fastenarten vorstellen.

Bevor ich dazu komme, möchte ich mich aber ganz ganz herzlich für euer positives Feedback zu meinem {Schreibzeit-Beitrag} bedanken! Das war Balsam für die Seele, vor allem weil ich gerade bei diesem Post lange gezögert habe auf den "Veröffentlichen-Button" zu klicken. Umso mehr freut es mich wenn ich euch damit angesprochen und berührt habe!

Auf einigen Blogs habe ich gelesen, dass der Januar kein guter Monat war.  Fehlende Motivation, rauchende Köpfe, zwar Motivation aber zu viele Baustellen und Krankheit waren die Gründe, dass viele eben nicht super in ein frisches, neues Jahr gestartet sind.
Unser Körper summiert auf. Er kann nicht einfach das alte Jahr vergessen und neu starten, kein Reboot.

Deswegen möchte ich versuchen euch zu motivieren etwas zu tun...und zwar nicht für die Projekte, nicht für die To-Do-Listen, nicht für die Familie. Mal nicht nur Mutter oder Ehefrau oder Managerin oder Selbständige oder Schichtarbeiterin oder was weiß ich sein.
Ich möchte euch motivieren einfach mal etwas für EUCH zu tun!
Was euch gut tut, das könnt ihr wohl am Besten entscheiden. Mal wieder frühstücken gehen, oder zur Massage, ein Day-Spa besuchen ein gutes Buch lesen oder selbst daheim einen Wellness-Abend einlegen. Es muss ja nichts Großartiges sein. Vielmehr geht es auch um die Regelmäßigkeit mit der wir uns und unserem Körper etwas Gutes tun und uns danach geerdet und leistungsfähiger fühlen.  Keine Zeit dafür zu haben ist ziemlich fahrlässig...das merke ich an mir selbst.

Nichts für das man Zeit einräumt kann wichtiger sein als man selbst! Da kann man nun empört "EGOISTIN!" rufen aber an dir selbst und deiner Leistungsfähigkeit hängt der Erfolg, den du im Alltag bei allen kleinen und großen Aktivitäten einfährst. Du lebst und liebst intensiver, bist konstruktiver und innovativer, hast mehr Geduld und mehr Puste, bessere Laune und strahlendere Augen, einen klaren Kopf und innere Ruhe wenn du dir Inseln einrichtest, auf die du dich immer mal wieder zurückziehen kannst.
Das kann dir aber niemand abnehmen...Es ist deine Entscheidung und du musst dich dafür einsetzen und diese Inseln erobern. Und du musst sie immer und immer wieder verteidigen, gegen Störenfriede und Energieräuber wie mangelnde Zeit, zu volle Terminpläne, zu lange To-Do-Listen, zu viele Mitmenschen die sich bei dir ausheulen oder nach deiner Hilfe verlangen, zu vielen Baustellen generell und und und.

Stecht mal in See und begebt euch auf die Suche nach einer schönen Insel! Ich wünsche euch viel Erfolg dabei!! Und viiielen Dank nochmal!






Vielleicht kann eine Fastenwoche auch etwas sein, dass ihr für euch tun wollt.
Dann will ich euch nun mal die 7 wohl bekanntesten Fastenarten vorstellen.



1. Buchinger-Fasten

Benannt nach Dr. Otto Buchinger der 1920 die erste Fasten-Klinik gründete. Hier nimmt man über die Fastendauer von idealerweise 2-4 Wochen nur Wasser, Tees, Gemüsebrühe und Obst- bzw Gemüsesäfte zu sich, es wird also auf feste Nahrung komplett verzichtet. Das Buchinger-Fasten ist ein Heilfasten also bewährt bei verschiedenen chronischesn Erkrankungen wie Rheuma, Gicht, Diabetes, Bluthochdruck, Migräne, chronischen Darmerkrankungen, Allergien und vielen anderen Beschwerden. Es entsäuert und entgiftet und ist die Urform des Basenfastens.



2. F.X.-Mayr-Kur

Benannt nach dem österreichischen Arzt Franz Xaver Mayr. Sie dient der Heilung aber auch Vorbeugung. F.X. Mayr sah in den Verdauungsorganen das menschliche Wurzelsystem. Dessen Fehlfunktion und Erkrankung hat schwerwiegende Folgen für den gesamten Organismus. Die Mayr-Kur dient nicht vorrangig der Gewichtsreduktion sondern der Regeneration des Darmes, der Entschlackung und Entgiftung.
Schonung, Säuberung, Schulung und Substitution sind die 4 Säulen der Kur. Durch ausgiebiges Kauen und einspeicheln einer altbackenen Semmel und dem Hinunterschlucken mit einem Löffel Milch soll vor allem der Weg zu einem bewussteren Essverhalten geebnet werden, das im stressigen und hektischen Alltag verloren geht. Heutzutage gibt es viele Alternativen zum Semmel und zur Milch und mit der "milden Ableitungsdiät" sind allerdings neben Semmel und Milch auch andere Lebensmittel im Sinne von Schonkost erlaubt. Begleitend werden Bauchmassagen und/oder Leberwickel durchgeführt um den trägen Darm wieder zu seiner ursprünglichen Peristaltik und insgesamt die Entgiftung und Entschlackung anzuregen. Für die Kur sollte man 2-3 Wochen einplanen. Menschen die durch Stress und Hektik den Bezug zum Essen und ihrem Sättigungsgefühl verloren haben, weil sie immer hastig Essen und schlingen, sollen hier das richtige Essen wieder lernen. Es geht also nicht nur um das was bei der Kur gegessen wird sondern um den Ess- und Kauvorgang an sich, der intensiv geschult wird.



3. Schroth-Kur

Geht auf den Fuhrmann Johann Schroth zurück und ist eine Entschlackungs- und Entgiftungskur.
Sie besteht aus einer speziellen salz-, fett- und eiweißarmen Kost bei der neben z.B. Reis, Graupen, Gries und Trockenobst ausschließlich gekochtes Obst und Gemüse gegessen wird -  also keine Rohkost. Es gilt den Darm so zu schon und die gesparte Verdauungsenergie auf das Entschlacken zu lenken. Trink und Trocken-Tage wechseln sich ab wobei an den Trockentagen höchstens ein halber Liter Flüssigkeit getrunken werden darf. Das soll die Gift- und Schlackestoffe lösen und die Selbstheilungskräfte ankurbeln. Die Trinktage dienen dann der Ausscheidung und Reinigung. Abgerundet wird die Kur durch Schroth`sche-Packungen bei denen der Patient in feuchte Lein-Tücher gewickelt wird, die mit bis zu 3 Wärmflaschen bestückt werden. Diese Packung dient der Anregung des Stoffwechsels und der Erzeugung eines künstlichen "Kurfiebers", das ebenfalls der Reinigung und Selbstheilung dienen soll. Die Schroth-Kur sollte 2-3 Wochen dauern und kann nicht allein durchgeführt werden. Sie sollte ärztlich betreut und in speziell dafür ausgelegten Kliniken und Einrichtungen durchgeführt werden. Sie steht vor allem wegen dem erlaubten Genuss von Alkohol (Kurwein)  und den geringen Trinkmengen an den Trockentagen unter Kritik.



4. Totales Fasten

Wie man sich denken kann wird hier gänzlich auf feste Nahrung verzichtet und man nimmt ausschließlich Flüssigkeit in Form von Wasser und Tee zu sich. Diese Art zu Fasten ist aber fragwürdig bezüglich des langfristigen Effektes. Außerdem eine Belastung für den Körper und den Stoffwechsel und sollte von Anfängern nicht länger als einige Tage durchgeführt werden. Durch den Verzicht auf Nahrung soll der Körper seine Energie über den Abbau von körpereigenen Fett- aber auch Eiweiß-Depots (Muskelmasse) gewinnen, was zu einer massiven Umstellung des Stoffwechsels  und natürlich zu einer Gewichtsreduktion führt. Es wird aber bei dieser Art des Fastens keine bewusste Ernährungsweise gelernt und sie kann höchstens als symbolischer Bruch mit den bestehenden Essgewohnheiten gesehen werden. Da man nach dem Fasten meist zu den alten Gewohnheiten zurückkehrt ist bei dieser Art des Fastens der JoJo-Effekt sehr ausgeprägt.



5. Dinkelfasten nach Hildegard-von-Bingen

Geht auf die Benediktinerin Hildegard von Bingen zurück, die sich komplett der Naturheilkunde, Medizin, Ethik und Mytologie verschrieben hat. Sie gilt als Heilige und war der Meinung, dass das Fasten der Reinigung des Körpers aber vor allem auch der Seele von ihren Belastungen dient und außerdem wichtig ist für die Rückbesinnung auf das Wesentliche. Der Blick geht nach innen und der Geist wird klar. Es geht neben dem körperlichen Nutzen also auch wesentlich um den spirituellen Aspekt. Beim gemäßigten Dinkelfasten wird 3 x täglich Dinkel in irgendeiner Form angeboten (Suppen, Dinkelgrieß, Dinkelnudeln, Dinkelbrot, Porridge, Schrotbrei) . Außerdem viel Fenchel- und Kräutertee und Dinkelkaffee getrunken. Zur Kur gehört auch viel Bewegung im Sinne von Morgengymnastik und nachmittaglichen Spaziergängen oder Fastenwanderungen wie auch Ruhephasen im Sinne von Mittagschlaf. Die Entgiftung und Entschlackung wird durch verschiedene ausleitende Anwendungen unterstützt. Hier spielt das Ingwergranulat, dass täglich eingenommen wird eine große Rolle. Es soll dazu dienen, dass nur die schlechten Stoffe ausgeschieden und die Guten zurückbehalten werden. Auch Colon-Hydro-Therapien kommen zur Anwendung ebenso wie Leberwickel oder Bürstenmassagen. Das Hildegard-Fasten sollte auch in speziellen Einrichtungen durchgeführt werden. 



6. Molkefasten

Beim Molkefasten wird, wie beim totalen Fasten, auf feste Nahrung verzichtet. Die Flüssigkeit wird in Form von Molke zugeführt. Molke ist reich an Protein (Eiweiß) und Kalzium, enthält Eisen, Kalium und Natrium, Magnesium, Phosphor und die Vitamine A, B, C und E, Folsäure und Biotin, aber sie ist extrem arm an Kalorien und Fett.
Der Sinn besteht darin, den Muskelabbau beim Fasten durch die Zufuhr von Proteinen zu verringern.
Da viele Menschen allergisch oder mit Unverträglichkeit auf Milchprodukte reagieren, ist dies Kur mit Vorsicht zu genießen bzw. sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.




7. Basenfasten (Wacker-Methode)

Geht auf den Arzt Andreas Wacker und seine Frau die Heilpraktikerin Sabine Wacker zurück. Sie haben zahlreiche Bücher über das Basenfasten veröffentlicht.
Die beiden haben aus dem Buchinger-Fasten eine moderne Form des Basen-Fastens entwickelt, die den Menschen zum Umdenken anregen soll und ihm einen Fahrplan für eine dauerhafte Ernährungsumstellung mitgibt. Es geht beim Basenfasten weniger um den Verzicht als um die Umstellung der Ernährung weg von zu viel säurebildenden Nahrungsmitteln , die dem Körper auf Dauer schaden hin zu den Basenbildenden, die vor allem aus frischem Obst und Gemüse bestehen. Somit soll der Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht kommen und der Körper entgiftet, entschlackt und entsäuert werden. Bei den meisten Fastenarten ist der Hintergedanke auf Essen weitestgehend zu verzichten. Da das beim Basenfasten nicht der Fall ist, ist der Begriff "Fasten" hier fast zu weit gegriffen, denn der Körper stellt nicht auf den Fastenstoffwechsel um. Verzichtet werden muss während der Kur auf Milch und Milchprodukte, Fleisch-, Geflügel- Wurstwaren, Kaffe, Schwarztee, Früchtetee gesüßte Getränke und Alkohol, außerdem alle Sorten von Getreide und Zucker. An den "erlaubten" Lebensmitteln kann man sich satt essen. Nach der Kur soll das Ziel sein sich sich dauerhaft zu 80% von basischen Lebenssmitteln und zu 20% von säurebildenden Lebenssmittel zu ernähren. Während der Kur sollten darmreinigende Maßnahmen wie Glaubersalz- oder Bittersalzeinnahmen, Einläufe oder Colon-Hydro-Therapie durchgeführt werden um die "Altlasten" los zu werden. Außerdem können unterstützend Schüssler-Salze eingenommen werden. Getrunken wird viel stilles Heil-/Quellwasser und verdünnte Kräutertees (Basen-Tee)  sowie frisch gepresste Säfte. 
Es gilt die Regel nach 14.00 Uhr keine Rohkost mehr zu sich zu nehmen um den Verdauungsapparat nicht mehr zu sehr zu belasten und  nach 18:00 nichts mehr zu essen. Die Dauer der Kur liegt bei einer bis drei Wochen. Basenfasten kann quasi jeder auch für sich zu Hause, es gibt aber auch FastenGruppen mit Kursleiter, denen man sich anschließen kann.








Das war erstmal viel Input!
Einige Fastenarten stehen wie angedeutet in der Kritik, da ihr Nutzen auf den Körper fragwürdig oder  wissenschaftlich nicht belegt ist. Trotzdem berichten Patienten egal welcher Fastenart fast nur von positiven Ergebnissen und Auswirkungen auf ihren Körper.
Ich bin der Meinung, dass Fasten allein dadurch einen Effekt erzielt, dass man sich mit sich selbst, seinem Körper, seinen Fehlern, seinen Stärken, seinen Sorgen auseinandersetzt und versucht eine positive Wendung für sich im Leben einzuleiten.
Man sollte hinter der Fastenart stehen, die man durchführt und überlegen ob sie zu einem selbst und den eventuellen Krankheitsbildern passt. Am Besten lässt man sich beraten. So kommt es wahrscheinlich seltener zu Fastenkrisen und man hat auch nach dem Fasten noch etwas davon.

In diesem Sinne, ich wünsche euch einen erholsamen und ruhigen Sonntag!

Bis bald


Eure Nathalie




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