Music my Love! Short Stories #10


Die Aktion Short Stories von Bloggerin Bine ("was eigenes") und Andrea ("jolijou") geht in die 10. Runde. In diesem Monat zum Thema:




Musik war schon immer von immenser Bedeutung für mich. Mit Musik wurden alle Gefühle einfach verdoppelt! Das war natürlich schön wenn man glücklich und blöd wenn man traurig war. Aber sich mal so richtig ausheulen hilft einem auch durch ein tiefes Tal.

Wenn ich an meine Kindheit denke, dann automatisch an AC/DC, SAGA und Simon&Garfunkel.

Mein großer Bruder steht dann wieder vor mir, als kleiner Junge mit Strickjacke, Schulranzen und schwarzer Base-Cap auf dem Kopf, den Angus Young mimend. Mit der von Papa aus Holz selbst gebauten E-Gitarre und Kopfhörern auf, rockt er durchs Kinderzimmer und weist mich an, auf dem Bett herumzuspringen und seine Fans zu spielen. Leider war das etwas öde für mich, denn nur er hörte ja die Musik über die Kopfhörer. Aber was tut man nicht alles für den goßen Bruder.
Papa fuhr mit uns im Winter immer sonntags ins 20 Minuten entfernte Hallenbad und wir hörten immer dieselbe Kassette mit Liedern von SAGA. Wenn ich diese Lieder heute höre, dann kommt wieder dieses wohlige Gefühl, das mich damals umgeben hat, in mir auf. Umso schöner, dass wir SAGA vor 2 Jahren sogar zusammen live erleben durften!

Die Teenie-Zeit ist geprägt von Liedern wie "Mr. Vain" von Culture Beat, Die Toten Hosen mit "Sascha", Bruce Springsteens "Streets of Philadelphia", Rödelheim -Hartreim-Projekt und Sabrina Setlur und Mo-Dos grauenvolles "1-2-Polizei" wird mich immer und ewig an den ersten und einzigen Chaos-Familien-Urlaub in Italien erinnern.

Erste Parties, erste Liebe, endlich Abi und sich mit der besten Freundin betrunken in den Armen liegen Fanta 4, Xavier Naidoo und Die Söhne Mannheims und vor allem Kosheen ("Hungry", zu schön). Oasis` "Wonderwall" war über Jahre hinweg unsere Cliquen-Hymne.

Weg von daheim, ab in die Stadt, 2. Ausbildung, Studentenparties, das leichte Leben gepaart mit Sinus-Kurven-Single-Zeit. Jahre voller Höhen und Tiefen und immer dabei zwei große Damen, die mich begleiten werden so lange es sie geben wird: Sia ("Soon We´ll Be Found") und Feist ("So Sorry").  Maximo Park erinnern mich an meine allerliebste Mitbewohnerin und eine geniale Zeit mit und durch sie!

Fink ("Berlin Sunrise")  und Mumford&Sons  (" I gave U all")  begleiteten mich durch manch schwere Zeit.
Oh tell me now where was my fault in loving you with my whole heart
Mir stellt es heute noch alle Haare auf und ich habe dieses Lied ("White blank Page") unzählige Male gehört! "Sigh no more" ein grandioses Album!! Wie selig ich war sie live erleben zu dürfen ebenso wie den großartigen Zach Condon und seine Band Beirut, die mich für immer an einen wunderschönen, unbeschwert glücklichen Sommer erinnern werden. ("Elephant Gun", "My Night With The Prostitute From Marseille")






Erstes Konzert mit meinem Mann: Amy McDonald
Letztes Konzert mit meinem Mann und erstes Konzert nach der "Baby-Pause": Felix Meyer & Band
Und dazwischen ganz viele Konzerte mit meinem Mann ;)
Von Herbert Grönemeyer über Thees Uhlmann und Kettcar zu Casper und Deichkind und und und.

Die Schwangerschaft versüßten mir neben Vanille-Berliner: Ellie Goulding, Emeli Sandé, Turboweekend, VETO, Dillon, Me And My Drummer und Alt-J, die mittlerweile auch zu einer meiner Lieblingsbands geworden ist.
Und jetzt da sich das Würmchen zu einem kleinen Tanzbär entwickelt darf er mit uns zu Bosse, Spacemen Spiff, Enno Bunger, Maxim, Caribou und Kele steppen. 
Ob für ihn die Musik auch einmal so wichtig sein wird? Ob er sich auch an all die Lieder seines Lebens erinnern will und wird?

Das war ein schöner Ausflug in die Vergangenheit und er hat viele Erlebnisse kurz wiedererweckt. 
Viele Lieder und Interpreten blieben unerwähnt aber es soll ja eine Short Story bleiben...
Verabschieden möchte ich euch mit einem Lied, das für mich wie kaum ein anderes für all diese Erinnerungen steht!
Es läuft an, ich nicke zum Tackt, dann wieder Kopf wiegen wie Tannen im Wind und da kommen sie, die Tagträume. Einer nach dem anderen. Ein Lächeln im Gesicht und da sind alte Videos von Familienurlauben, Mädels-Nachmittage am See, auf dem Sofa liegen und mit dem Liebsten lachen und nicht aufhören können mit Küssen, Streit und Versöhnen, Glück und Unglück, Ruhe und Turbulenz, ein Spaziergang durch den Herbstwald oder Tanzen im Kornfeld.
All die kleinen Szenen die zusammen das Leben ergeben.
Von Spar mit "Chain of Command" aus ihrem neuen Album "Street Life". Sehr empfehlenswert!

Viel Spaß beim Hören, Erinnern und Träumen!


Eure Nathalie



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